Passivierung von Filmförderdarlehen

Medienunternehmen gewähren Förderdarlehen an die Hersteller von Filmen. Die Hersteller müssen diese Darlehen im Einzelfall nur zurückzahlen, wenn die Verwertungserlöse aus den Filmen innerhalb einer bestimmten Frist ausreichend sind. Für diese Tilgungsverpflichtung hat der Hersteller bisher eine Verbindlichkeit in vollständiger Höhe gebildet. Der BFH hat die Bildung dieser Verbindlichkeit jedoch abgelehnt bzw. stark eingeschränkt.

Nach dem BFH-Urteil vom 10. Juli 2019 ist ein Filmförderdarlehen nur aus in einem bestimmten Zeitraum erzielten (zukünftigen) Verwertungserlösen zu tilgen. Die Passivierung des Darlehens beschränkt sich sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach auf den tilgungspflichtigen Anteil der Erlöse. Die Regelung des § 5 Abs. 2a EStG betrifft auch den (weiteren) Ansatz "der Höhe nach", nachdem tilgungspflichtige Erlöse angefallen sind. Im Ergebnis kann eine aufwandswirksame Passivierung nur noch in Höhe der am Bilanzstichtag tilgungsrelevanten Teile erfolgen.

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