Änderung des § 253 HGB zur Berechnung von Pensionsrückstellungen

Die Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften zur Berechnung der Pensionsrückstellungen ist am 17. März 2016 in Kraft getreten.

  • Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen sind auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (bislang sieben Geschäftsjahre) zu berechnen.
  • Für Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ist in jedem Geschäftsjahr der Unterschiedsbetrag zwischen den Rückstellungen, die auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren berechnet wurden, und den Rückstellungen, die auf der bisherigen Basis der vergangenen sieben Geschäftsjahre berechnet worden wären, zu ermitteln.
  • Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden, frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags den Unterschiedsbetrag zwischen alter und neuer Rückstellung übersteigen.

Die Änderungen sind erstmals auf Jahresabschlüsse für das nach dem 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr anzuwenden (Art. 75 Abs. 6 EGHGB).